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Alles rund um ADHS

ADHS im historischen Kontext: Warum das angeblich „moderne“ Zappeln über 200 Jahre alt ist

Von David Beck · · ca. 12 Min. Lesezeit

„ADHS gab's früher nicht, das ist doch alles nur Mode." Diesen Satz hast du vermutlich schon gehört – vielleicht von einem Onkel beim Familienessen, vielleicht als leisen Zweifel im eigenen Kopf. Er ist verständlich, und er ist falsch. Nicht ein bisschen falsch, sondern nachweislich, quellenbelegt, seit dem 18. Jahrhundert falsch.

Die Geschichte der ADHS ist nämlich keine Geschichte einer Erfindung, sondern eine Geschichte des allmählichen Erkennens. Ärzte, Pädagogen und Eltern haben dasselbe Muster – Unaufmerksamkeit, innere Unruhe, Impulsivität – über zwei Jahrhunderte hinweg immer wieder beschrieben, nur unter anderen Namen und mit den Erklärungsmodellen ihrer jeweiligen Zeit. Und sie reicht sogar noch viel weiter zurück: Wir werden sehen, dass genau diese Merkmale unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben – dass dein Gehirn also evolutionär betrachtet ziemlich viel Sinn ergibt. Wer diese Geschichte kennt, versteht besser, was ADHS ist – und was sie nicht ist. Lass uns die Reise machen.

Aufgeschlagenes antikes Buch: rechts die Titelseite von „On the Origin of Species“, links handschriftliche Notizen – Sinnbild für die historische und evolutionäre Perspektive auf ADHS.
Darwins „On the Origin of Species“, aufgeschlagen mit handschriftlichen Notizen – aus Sicht der Evolution ergibt ein ADHS-Gehirn überraschend viel Sinn.

Die überraschend frühen Anfänge: Weikard und Crichton

Lange galt der schottische Arzt Alexander Crichton als Erstbeschreiber. 2012 zeigten Russell Barkley und Helmut Peters aber, dass es noch früher losgeht: Der deutsche Arzt Melchior Adam Weikard beschrieb bereits 1775 in seinem Werk „Der philosophische Arzt" einen „Mangel der Aufmerksamkeit" (lateinisch Attentio volubilis) – Menschen, die unaufmerksam, sprunghaft und leicht ablenkbar sind, deren Gedanken „flatterhaft" von einem Gegenstand zum nächsten springen (Barkley & Peters, 2012). Das ist, mit heutigen Augen gelesen, eine erstaunlich präzise Skizze dessen, was wir heute den unaufmerksamen Typus nennen.

Nur wenige Jahre später, 1798, veröffentlichte Sir Alexander Crichton seine „Inquiry into the Nature and Origin of Mental Derangement" und widmete darin ein ganzes Kapitel der Aufmerksamkeit und ihren Störungen. Er beschrieb eine „mentale Unruhe" (mental restlessness), eine krankhafte Unfähigkeit, die Aufmerksamkeit auf einen Gegenstand zu heften, verbunden mit einer übermäßigen Empfindlichkeit gegenüber Reizen. Crichton bemerkte bereits, dass dieser Zustand oft angeboren sei, sich in der Kindheit zeige und die schulische Entwicklung erheblich behindere – aber sich mit dem Alter bessern könne (Crichton, 1798; Palmer & Finger, 2001).

Halten wir kurz inne, denn das ist bemerkenswert: Zwei Ärzte, unabhängig voneinander, im ausgehenden 18. Jahrhundert, ohne Bildgebung, ohne Neurochemie, beschreiben Kernmerkmale, die sich in den heutigen Diagnosekriterien wiederfinden. Von „moderner Modeerscheinung" kann keine Rede sein.

Der Zappelphilipp: Wie ADHS in die Kinderzimmer kam

1845 veröffentlichte der Frankfurter Arzt Heinrich Hoffmann ein Buch, das fast jedes deutsche Kind kennt: den Struwwelpeter. Darin stecken zwei Figuren, die in der ADHS-Literatur regelmäßig zitiert werden. Der „Zappel-Philipp", der bei Tisch nicht stillsitzen kann, kippelt, zappelt und schließlich das ganze Tischtuch mit sich reißt – das Bild des hyperaktiv-impulsiven Typs. Und „Hanns Guck-in-die-Luft", der so in Gedanken versunken durch die Welt läuft, dass er in den Fluss fällt – der verträumte, unaufmerksame Typ (Lange et al., 2010).

Hoffmann war kein Wissenschaftler, der eine Störung klassifizieren wollte; er war ein Arzt, der unterhaltsame Verse für Kinder schrieb. Genau das macht die Figuren so aufschlussreich: Er beschrieb Verhaltensmuster, die er offenbar als so typisch und wiedererkennbar empfand, dass sie sich für ein Bilderbuch eigneten. „Zappelphilipp-Syndrom" ist bis heute ein volkstümlicher deutscher Ausdruck geblieben.

1902: George Still und die erste klinische Beschreibung

Der eigentliche wissenschaftliche Meilenstein kommt mit dem britischen Kinderarzt George Frederic Still. In seinen Goulstonian Lectures von 1902, veröffentlicht im Lancet, beschrieb er eine Gruppe von 43 Kindern, die auffällig impulsiv, unaufmerksam und schlecht steuerbar waren – trotz normaler Intelligenz und ohne erkennbare Erziehungsdefizite (Still, 1902).

Still nannte es einen „Defekt der moralischen Kontrolle" (defect of moral control) – ein Begriff, der aus heutiger Sicht unglücklich klingt, weil er moralisch wertet. Aber Stills eigentliche Beobachtung war revolutionär: Er vermutete eine biologische Ursache, keine schlechte Erziehung. Er bemerkte, dass die Störung bei Jungen häufiger auftrat, oft früh begann und familiär gehäuft vorkam – alles Beobachtungen, die die moderne Forschung bestätigt hat (Martínez-Badía & Martínez-Raga, 2015). Still gilt vielen deshalb als der Vater der klinischen ADHS-Beschreibung.

Ein Virus verändert alles: Die Enzephalitis-Epidemie

Zwischen 1917 und 1928 fegte eine Epidemie der Encephalitis lethargica (der sogenannten „Schlafkrankheit", nicht zu verwechseln mit der afrikanischen) über die Welt. Viele Kinder, die diese Gehirnentzündung überlebten, entwickelten danach auffällige Verhaltensänderungen: Unruhe, Impulsivität, Konzentrationsstörungen, emotionale Labilität (Lange et al., 2010).

Das war ein Wendepunkt in der Denkweise. Denn hier ließ sich direkt beobachten: Eine Schädigung des Gehirns konnte genau jene Verhaltensmuster hervorrufen, die man zuvor moralisch gedeutet hatte. Aus dem „unartigen Kind" wurde ein Kind mit einem neurologischen Problem. Diese Erkenntnis prägte die Begriffe der folgenden Jahrzehnte – zunächst „post-enzephalitische Verhaltensstörung", später die Idee einer allgemeinen Hirnschädigung.

1937: Ein Zufall in Rhode Island und die Geburt der Stimulanzientherapie

Einer der folgenreichsten Momente der ganzen Geschichte war ein Zufall. Charles Bradley, Leiter einer kinderpsychiatrischen Klinik in Rhode Island, gab Kindern das Amphetamin Benzedrin – eigentlich, um Kopfschmerzen nach einer diagnostischen Prozedur zu behandeln. Was er stattdessen beobachtete, verblüffte ihn: Das Stimulans machte die unruhigen Kinder nicht aufgedrehter, sondern ruhiger, konzentrierter und leistungsfähiger in der Schule (Bradley, 1937).

Diese scheinbar paradoxe Wirkung – ein Aufputschmittel, das beruhigt – wurde später neurobiologisch verständlich: Stimulanzien verstärken die Signalübertragung in genau den Regelkreisen (Dopamin, Noradrenalin), die bei ADHS unteraktiv arbeiten. Bradleys Beobachtung von 1937 ist damit die direkte Ahnengeschichte jener Medikamente, die heute Millionen Menschen helfen. Interessanterweise dauerte es Jahrzehnte, bis die Fachwelt die Bedeutung seiner Arbeit wirklich aufgriff.

Von „Hirnschädigung" zu „Hyperkinese": Die Nachkriegsjahre

In den 1950er- und 60er-Jahren dominierte der Begriff „Minimale Zerebrale Dysfunktion" (englisch Minimal Brain Damage/Dysfunction, MBD). Die Idee: Eine feine, oft nicht nachweisbare Hirnfunktionsstörung erkläre die Symptome. Das Konzept war unscharf und wurde zu Recht kritisiert – man postulierte eine Schädigung, die man gar nicht messen konnte (Lange et al., 2010).

Parallel rückte in dieser Zeit die Hyperaktivität in den Vordergrund. Man betrachtete das übermäßige Bewegen als das Kernproblem. Das schlug sich auch in der Diagnostik nieder: Das DSM-II der amerikanischen Psychiatrie führte 1968 die „Hyperkinetische Reaktion des Kindesalters" ein – der erste offizielle Diagnosebegriff, der in Richtung ADHS zeigt.

Der Aufmerksamkeits-Fokus: Die DSM-Revolution ab 1980

Ein entscheidender konzeptioneller Sprung gelang in den 1970er-Jahren, maßgeblich durch die Arbeiten der kanadischen Psychologin Virginia Douglas. Sie argumentierte überzeugend, dass nicht die Hyperaktivität das Kernproblem sei, sondern das Aufmerksamkeits- und Impulskontrolldefizit. Manche Betroffene sind schließlich gar nicht körperlich unruhig – sie sind still, verträumt, „abwesend".

Diese Verschiebung schlug voll durch: Das DSM-III von 1980 benannte die Störung in „Attention Deficit Disorder" (ADD) um – mit und ohne Hyperaktivität. Zum ersten Mal stand die Aufmerksamkeit im Namen, nicht mehr das Zappeln. 1987 folgte im DSM-III-R die Bezeichnung „Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder" (ADHD) – der Name, den wir heute kennen. Das DSM-IV (1994) führte die drei bekannten Erscheinungsbilder ein (vorwiegend unaufmerksam, vorwiegend hyperaktiv-impulsiv, kombiniert).

Und das DSM-5 (2013) brachte die vielleicht wichtigste Neuerung für Erwachsene: Es erkannte an, dass ADHS keine reine Kinderkrankheit ist, sondern bis ins Erwachsenenalter fortbestehen kann. Das Erstmanifestationsalter wurde von 7 auf 12 Jahre angehoben und die Kriterien wurden so angepasst, dass sie das Erwachsenenleben besser abbilden (American Psychiatric Association, 2013).

Kein Defekt, sondern ein Überlebensvorteil: Die evolutionäre Perspektive

Hier kommt die vielleicht spannendste Frage der ganzen Geschichte – eine, die weiter zurückreicht als jedes Ärztezitat: Wenn ADHS teilweise erblich und relativ häufig ist (etwa 5 % der Kinder), warum hat die Evolution diese Merkmale nicht längst aussortiert? Die Antwort lautet: Weil sie nicht immer Nachteile waren. Im Gegenteil.

Die zentrale Idee heißt in der Forschung „Mismatch"-Hypothese – ein Missverhältnis zwischen unserem steinzeitlichen Gehirn und unserer modernen Umwelt. Merkmale, die im Klassenzimmer und Großraumbüro stören, waren in der Lebenswelt unserer Vorfahren oft schlicht klug. Stell dir eine nomadische Jäger-und-Sammler-Gruppe vor: Wer permanent die Umgebung scannt (also „leicht ablenkbar" ist), bemerkt das Raubtier zuerst. Wer impulsiv und schnell reagiert, überlebt die Situation, in der Zögern tödlich ist. Wer Neues sucht statt am Bekannten zu kleben, findet die nächste Nahrungsquelle, wenn die alte versiegt.

Das ist nicht bloß eine hübsche Erzählung – es gibt Daten. Eine 2024 in den Proceedings of the Royal Society B veröffentlichte Studie ließ Menschen eine virtuelle Sammel-Aufgabe („Foraging") lösen. Ergebnis: Teilnehmende mit stärkeren ADHS-Merkmalen neigten mehr zum Erkunden – und sammelten dadurch insgesamt mehr Belohnung ein (Barack et al., 2024). Die Neigung, nicht zu lange am selben Fleck zu bleiben, zahlt sich beim Sammeln buchstäblich aus.

Auch modelltheoretisch ergibt das Sinn. Williams und Taylor zeigten bereits 2006, dass ein impulsiv-explorativer Verhaltenstyp gerade in unvorhersehbaren, wechselnden Umwelten im Vorteil ist – und dass eine Gruppe insgesamt profitiert, wenn nicht alle gleich ticken. Nicht jeder sollte der vorsichtige Planer sein; eine Gruppe braucht auch die schnellen, risikofreudigen Erkunder. Diese kognitive Vielfalt ist ein evolutionärer Wert an sich (Williams & Taylor, 2006).

Besonders eindrücklich wird es beim Blick auf ein einzelnes Gen. Die 7R-Variante des Dopamin-Rezeptor-Gens DRD4 ist mit Neugier-Suche und ADHS assoziiert. Eine Studie an den Ariaal, einem Hirtenvolk im Norden Kenias, verglich Männer mit dieser Genvariante: Bei den weiterhin nomadisch lebenden waren die 7R-Träger besser ernährt als ihre Gruppengenossen ohne die Variante – bei den kürzlich sesshaft gewordenen war es genau umgekehrt (Eisenberg et al., 2008). Dasselbe Gen, gegensätzliche Wirkung – je nachdem, ob die Umwelt zu ihm passt. Deutlicher lässt sich „Mismatch" kaum illustrieren.

Ein wichtiger, ehrlicher Vorbehalt: Das macht ADHS nicht zur „Superkraft", und es verharmlost nichts. ADHS verursacht in unserer heutigen Welt reales Leid, echte Beeinträchtigung – deshalb ist es zu Recht eine Diagnose und keine Charaktervariante. Aber die Evolutionsperspektive rückt das Bild zurecht: Du trägst kein kaputtes Gehirn mit dir herum, sondern eines, das für eine andere Umwelt optimiert wurde. Der Defekt liegt nicht in dir – er liegt im Abstand zwischen deinem Gehirn und einer Welt aus Stillsitzen, Deadlines und Formularen.

Was diese Geschichte dir wirklich sagt

Wenn du diese Linie überblickst – Weikard 1775, Crichton 1798, Hoffmann 1845, Still 1902, die Enzephalitis-Jahre, Bradley 1937, MBD, die DSM-Revolutionen –, dann fällt zweierlei auf.

Erstens: ADHS ist keine Erfindung des digitalen Zeitalters, kein Produkt von TikTok, Zucker oder Pharma-Marketing. Dieselben Verhaltensmuster wurden über 250 Jahre hinweg von seriösen Ärzten unabhängig beschrieben – lange bevor es Bildschirme, Ritalin oder ein Gesundheitssystem mit Diagnosecodes gab (Martínez-Badía & Martínez-Raga, 2015). Was sich verändert hat, ist nicht die Existenz der ADHS, sondern unsere Fähigkeit, sie zu erkennen und zu benennen.

Zweitens: Die Namensgeschichte ist zugleich eine Geschichte von Schuld und Entlastung. Von Stills „Defekt der moralischen Kontrolle" bis zum neurobiologischen Verständnis von heute verlief eine lange Bewegung – weg von der Frage „Was stimmt mit diesem Menschen charakterlich nicht?" hin zu „Wie funktioniert dieses Gehirn anders?". Diese Verschiebung ist keine akademische Spielerei. Sie ist der Grund, warum du dich heute nicht schämen musst.

Und genau hier wird die Geschichte persönlich. Denn wenn du beim Lesen dieses Artikels an dich selbst gedacht hast – an das lebenslange Gefühl, „anders" zu funktionieren, an die Zerstreutheit, die innere Unruhe, das Aufschieben, die Reizüberflutung –, dann bist du nicht kaputt und nicht faul. Du erkennst dich möglicherweise in einem Muster wieder, das die Medizin seit über zwei Jahrhunderten kennt.

Von der historischen Vermutung zur heutigen Klarheit

Der entscheidende Unterschied zwischen dir und einem Kind in Stills Sprechstunde von 1902: Du musst nicht mehr im Ungewissen bleiben. Wo Ärzte früher vermuteten, moralisierten und experimentierten, steht heute eine strukturierte, wissenschaftlich fundierte Diagnostik zur Verfügung. Der jahrhundertelange Erkenntnisweg mündet an einem sehr praktischen Punkt: der Möglichkeit, endlich Gewissheit zu bekommen.

Ein seriöser ADHS-Test ersetzt keine ausführliche klinische Diagnose – aber er ist der erste, oft befreiende Schritt. Er hilft dir einzuordnen, ob das, was du seit Jahren an dir beobachtest, tatsächlich in Richtung ADHS deutet, und ob sich eine weitere Abklärung lohnt. Statt weiter zu rätseln oder dich mit „Stell dich nicht so an" abzufinden, bekommst du eine fundierte erste Antwort.

Die Geschichte der ADHS ist am Ende eine hoffnungsvolle Geschichte: Sie erzählt davon, wie aus Unverständnis Wissen wurde, aus Schuldzuweisung Erklärung, aus Vermutung Diagnostik. Der letzte Schritt in dieser langen Kette liegt bei dir – und er war noch nie so einfach zu gehen.

Dieser Artikel dient der Information und Aufklärung und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Ein Selbst- oder Onlinetest kann eine fundierte erste Einordnung geben, aber keine klinische Diagnostik ersetzen. Bei Verdacht auf ADHS wende dich für eine gesicherte Diagnose an entsprechend qualifizierte Fachleute.

Quellen

  • American Psychiatric Association. (2013). Diagnostic and statistical manual of mental disorders (5th ed.). https://doi.org/10.1176/appi.books.9780890425596
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  • Barkley, R. A., & Peters, H. (2012). The earliest reference to ADHD in the medical literature? Melchior Adam Weikard's description in 1775 of „attention deficit" (Mangel der Aufmerksamkeit, Attentio Volubilis). Journal of Attention Disorders, 16(8), 623–630. https://doi.org/10.1177/1087054711432309
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  • Crichton, A. (1798). An inquiry into the nature and origin of mental derangement. T. Cadell & W. Davies.
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  • Hoffmann, H. (1845). Der Struwwelpeter. Literarische Anstalt.
  • Lange, K. W., Reichl, S., Lange, K. M., Tucha, L., & Tucha, O. (2010). The history of attention deficit hyperactivity disorder. ADHD Attention Deficit and Hyperactivity Disorders, 2(4), 241–255. https://doi.org/10.1007/s12402-010-0045-8
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